Am 29. Mai 2019 bin ich aus der SP ausgetreten und politisiere seither neu in der GLP. Hier finden sich einige Interviews und Medienberichte dazu:
https://www.nzz.ch/zuerich/austritt-aus-der-sp-daniel-frei-kritisiert-seine-partei-scharf-ld.1485654
https://www.nzz.ch/zuerich/die-zuercher-sp-steht-vor-einem-heissen-herbst-ld.1485679
https://www.nzz.ch/zuerich/sp-zuerich-wie-der-linke-fluegel-die-macht-an-sich-reisst-ld.1486106
https://nzzas.nzz.ch/hintergrund/sozialdemokraten-verlieren-die-bodenhaftung-ld.1486138?reduced=true
https://www.nzz.ch/zuerich/sp-daniel-jositsch-haelt-bald-als-einziger-die-fahne-hoch-ld.1486590
https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/da-liegt-levrat-nachweislich-falsch/story/24763356
Wir leben in einer Zeit der Gegensätze. Wenn ich mich so umsehe, habe ich den Eindruck, dass es immer nur um ein Entweder-Oder geht. Natürlich, es gibt viele Fragen, da müssen wir uns entscheiden: Sind wir für oder gegen die AHV-Steuervorlage? Sind wir für oder gegen das neue Waffenrecht? Oder jetzt hier im Limmattal: Seid ihr für oder gegen die neuen Statuten des Spitalverbands Limmattal? Das sind politische Alltagsfragen, da braucht es eine Entscheidung. Da gibt es nur ein Ja oder ein Nein. Etwas komplizierter wird es aber bei den grossen Fragen. Diese betreffen zwar auch unseren Alltag, sie sind aber nicht so einfach zu beantworten.
Sind wir für Freiheit? Sind wir für Sicherheit? Sind wir auch für Sicherheit, wenn sie auf Kosten der Freiheit geht? Oder: Sind wir für ein Rahmenabkommen mit der EU? Sind wir für den Erhalt unseres Lohnschutzes und der bisherigen Kontrollmechanismen? Sind wir auch für ein Rahmenabkommen, wenn es Änderungen im Lohnschutz gibt? Oder ein letztes Beispiel: Sind wir für den Rechtsstaat? Sind wir für eine humanitäre Asylpolitik? Sind wir auch für den Rechtsstaat, wenn in seinem Namen Ausschaffungen vollzogen und Ablehnungsentscheide gefällt werden? Es gäbe noch viele weitere solche Fragen, beispielsweise zum Klimaschutz und zum Wohlstand.
Bei allen diesen Fragen ist es mit dem Entweder-Oder nicht getan. Es braucht ein Sowohl-Als-Auch. Und es braucht eine Festlegung, was in welcher Situation welche Priorität hat. Sozialer und gesellschaftlicher Fortschritt in unserer komplexen Welt ist nicht mit Schwarzweiss-Malerei zu haben, es braucht einen Farbenmix.
„Heimat ist überhaupt nicht etwas, was man einfach hat. Heimat muss man machen.“ Mein Lieblingszitat von Willi Ritschard wird mich auch bei meiner neuen Tätigkeit als Nationalrat begleiten. Ich freue mich darauf und danke allen herzlich für die Glückwünsche. Wie in Zürich so in Bern: Ich werde mich für sozialen Zusammenhalt, öffentliche Sicherheit und eine selbstbewusste Teilnahme am europäischen Integrationsprozess einsetzen.
Liebe Niederhaslerinnen und Niederhasler, liebe Gäste
Ich freue mich, bei Ihnen zu sein und quasi ein Heimspiel bestreiten zu können.
Die Neue Zürcher Zeitung hat letzte Woche geschrieben, dass viele Schweizerinnen und Schweizer unter einer Wahrnehmungsstörung leiden würden. Viele glauben, es würde alles immer schlechter und früher sei alles besser gewesen. Genau betrachtet aber werde in der Schweiz vieles immer besser und sei früher schlechter gewesen als heute. Als Belege dafür werden die Lebenserwartung, die Verkehrsunfallstatistik und die Wasserqualität genannt.
Und tatsächlich: Die Lebenserwartung in der Schweiz hat für Männer und Frauen innert zwei Generationen um 14 Jahre zugenommen. Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist heute über 5 Mal tiefer als noch vor 40 Jahren, obwohl der Verkehr massiv zugenommen hat. Die Wasserqualität ist so gut, dass unser Leitungswasser beste Trinkwasserqualität hat und in allen Seen und Flüssen bedenkenlos gebadet werden kann.
Es würde noch unzählige weitere Beispiele wie die medizinische Versorgung, die soziale Absicherung oder die öffentliche Infrastruktur geben, die zeigen, wie gut es uns geht. Im weltweiten Vergleich leben wir fast schon im Paradies.
Dass trotzdem viele die Wahrnehmung haben, es sei früher alles besser gewesen, hat also wenig mit dem nationalen Zustand in der Schweiz zu tun, als vielmehr mit der internationalen Situation. Wenn wir schauen, was weltweit alles passiert, dann sehen wir vieles, was verunsichert.
Gemäss Angaben der UNO sind weltweit über 68 Millionen Menschen auf der Flucht, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. Das sind so viele wie seit dem Ende des 2. Weltkriegs nicht mehr.
Liebe Fachfrauen und Fachmänner Betreuung, sehr geehrte Damen und Herren
Im Namen von INSOS Zürich gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Für Sie beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Es stehen Ihnen alle Türen der Welt und des Lebens offen. Ich habe mich gefragt, was ich Ihnen an einem solchen Tag mitgeben kann. Und ich habe mich dazu an meine eigene Abschlussfeier als Maturand 20 Jahre zurückerinnert.
Ich weiss offen gestanden nicht mehr genau, wer dort alles was genau gesagt hat. Und ich kann mir vorstellen, dass es Ihnen mit Ihrer Abschlussfeier in ein paar Jahren gleich gehen wird. Trotzdem ist mir aber doch eine Botschaft in Erinnerung geblieben. Nämlich die Aufforderung des damaligen Festredners Leo Gehrig, immer auf seine innere Stimme zu hören.
Ja, die innere Stimme. Wir alle haben eine innere Stimme. Und wenn wir ehrlich sind, weiss diese innere Stimme meist sehr genau, was richtig und was falsch ist und was uns gut oder schlecht tut. Sie weiss auch, was gerecht und was ungerecht ist. Und sie weiss ebenfalls, was unseren persönlichen und gesellschaftlichen Werten und Normen entspricht und was nicht.
Weiterlesen: Die innere Stimme: Grusswort Lehrabschlussfeier OdA Soziales vom 10. Juli 2018
Nach langjähriger, erfolgreicher Tätigkeit tritt Philippe Bollmann im Mai 2018 als Geschäftsleiter der Sozialdienste des Bezirks Dielsdorf in den Ruhestand. Mit Daniel Frei hat der Vorstand des Zweckverbands einen bestens geeigneten Nachfolger gefunden.
Philippe Bollmann hat die Sozialdienste durch seine langjährige Tätigkeit stark geprägt und mit seiner umsichtigen Art und seiner Sachkompetenz zu einer anerkannten Fachorganisation und einem wichtigen Dienstleistungserbringer für die Gemeinden aufgebaut. Ebenso war er massgeblich für den erfolgreichen Aufbau der KESB Bezirk Dielsdorf unter dem Dach des Zweckverbands der Sozialdienste verantwortlich. Per Ende Mai 2018 tritt Philippe Bollmann in den verdienten Ruhestand.
Der Vorstand des Zweckverbands hat sich frühzeitig mit der Nachfolgeregelung befasst. Mit Daniel Frei hat er einen neuen Geschäftsleiter gefunden, der die Anforderungen an die neu definierte Stelle bestens erfüllt, mit der Region gut vertraut ist und eine hohe Akzeptanz geniesst. Daniel Frei zeichnet sich durch ein hohes Interesse an und eine grosse Erfahrung in sozialen und gesellschaftlichen Fragestellungen, fundierte Kenntnisse des Sozialwesens, eine vielfältige Führungserfahrung sowie eine breite Vernetzung aus.
Daniel Frei, Jahrgang 1979, lic. phil., absolvierte ein Studium in Politikwissenschaft sowie Völker- und Staatsrecht. Er war unter anderem tätig als Generalsekretär und Präsident der SP Kanton Zürich sowie als Schulpfleger und ist aktuell Sozial- und Sicherheitsvorsteher von Niederhasli, Integrationsbeauftragter der Stadt Opfikon, Kantonsrat und Präsident von INSOS Zürich. Ebenfalls ist er Vorstandsmitglied des Zweckverbands Sozialdienste.
Daniel Frei wird seine Tätigkeit am 1. April 2018 aufnehmen. Die Einführung in verschiedene Aufgaben erfolgt punktuell ab sofort. Sein Amt als Gemeinderat von Niederhasli wird er mit Abschluss der Amtszeit (Sommer 2018) abgeben. Das Amt als Kantonsrat wird er beibehalten.
Der Vorstand wünscht Daniel Frei einen erfolgreichen Einstieg in das neue Arbeitsfeld und freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihm.
Liebe Dällikerinnen und Dälliker, Liebe Gäste
Ich freue mich sehr, am heutigen Abend bei Ihnen zu sein und ich bedanke mich für die Einladung.
Als ich kürzlich mit einer Frau aus Syrien gesprochen habe, hat sie mir gesagt: Ihr lebt in der Schweiz wie im Paradies. Das sieht man auch am 1. August: Ihr schmückt eure Häuser, zieht die Fahnen hoch, hängt Lampions und feiert eine richtige Geburtstagsparty. Ihr habt es auch gut: Ihr habt eine erstklassige Gesundheitsversorgung, ein hochstehendes Bildungswesen, ein ausgebautes Sozialsystem, eine funktionierende öffentliche Infrastruktur. Dazu seid ihr eine der ältesten Demokratien der Welt, habt einen Rechtsstaat und habt es geschafft, dass verschiedene Landesteile mit unterschiedlichen Sprachen friedlich zusammenleben. Bei euch können sich alle frei und sicher fühlen. Davon können andere nur träumen. Und dann hat sie die entscheidende Frage gestellt: Was ist eigentlich euer Erfolgsrezept? Warum funktioniert das bei euch – und bei vielen anderen nicht?
Ja, geschätzte Anwesende, was ist unser Erfolgsrezept?
Liebe Oberglatterinnen und Oberglatter
Liebe Festgemeinde
Es freut mich sehr, heute Abend bei Ihnen in Oberglatt sein und ich bedanke mich für die Einladung. Oberglatt ist für mich als Niederhasler nicht einfach nur eine Nachbargemeinde, sondern es ist eine Gemeinde mit der ich viel und gerne zu tun habe, vor allem im Zusammenhang mit unseren gemeinsamen Polizei RONN, die in Oberglatt ihren Sitz hat. Insofern bin ich regelmässig in Oberglatt fühle ich mich fast schon ein wenig als Teilzeit-Oberglatter.
Der 1. August ist der Geburtstag der Schweiz. Üblicherweise wird an einem Geburtstag ein Fest veranstaltet. Die Anlässe zum 1. August heissen jedoch nicht Geburtstagsparty, sondern Bundesfeiern. Das bringt zum Ausdruck, dass es am 1. August zwar auch um ein Fest geht, aber eben nicht nur: Es geht ebenso um einer Feier. Eine Feier beinhaltet das Nachdenken über das, was gefeiert wird. In unserem Fall denken wir also über die Schweiz nach oder anders ausgedrückt: wir denken über unsere Heimat nach. Ich lade Sie daher ein, in den nächsten Minuten mit mir über unsere Heimat nachzudenken.